Interview de Camille Gira avec le Tageblatt

"Der FSHCL soll mit den Schauermärchen aufhören"

Interview: Tageblatt

Tageblatt: Der FSHCL wirft Ihnen unter anderem vor, durch das einjährige Verbot der Fuchsjagd die Gesundheit der Bürger leichtfertig zu gefährden, weil der Fuchsbandwurm noch immer präsent und höchstgefährlich sei. Des Weiteren sei ihre Politik von Klientelismus geprägt...

Camille Gira: Das ist ein Angriff auf meine Person, der nicht durch stichhaltige Argumente unterlegt wird. Auf solch ein Niveau möchte ich mich nicht herablassen. Davon abgesehen wird die großherzogliche Verordnung, welche die Fuchsjagd für ein Jahr verbietet und ein sechswöchiges Jagdverbot in Waldgebieten vorsieht, kommen. Sie ist bereits durch den Regierungsrat und liegt aktuell beim Staatsrat. Diese Verordnung wurde übrigens nicht von mir alleine angenommen, sondern von der gesamten Regierung. Der Jägerverband kritisiert also nicht mich alleine, sondern die komplette Regierung, er sollte sich dessen bewusst sein. Des Weiteren soll der FSHCL mit seinen Schauermärchen aufhören. In den letzten zehn Jahren gab es nur zwei Fälle von Menschen, die sich mit dem Fuchsbandwurm angesteckt haben. Ich betone immer wieder, dass der Inhalt der großherzoglichen Verordnung mit unabhängigen Spezialisten besprochen wurde.

Tageblatt: Überrascht Sie der Diskurs des FSHCL?

Camille Gira: Wer sachlich argumentiert, muss nicht persönlich werden. Dies ist ein Beweis dafür, dass dem FSHCL die Argumente fehlen. Es ist auch nicht das erste Mal, dass auf, diese Art und Weise kommuniziert wird. Ich werde mich nicht unter Druck setzten lassen.

Tageblatt: Die Fronten zwischen Ihnen und dem FSHCL sind verhärtet. Ist eine zeitnahe Einigung noch möglich?

Camille Gira: Die großherzogliche Verordnung ist auf dem Instanzenweg und wird umgesetzt. Es sollte allerdings nicht der Eindruck entstehen, dass es nie eine Einigung mit dem FSHCL gegeben habe. So war man sich einig, dass es eine bessere Sicherung bei der Treibjagd geben muss. Davon abgesehen bin ich immer dialogbereit.

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