Marco Schank au sujet de la 10e conférence des parties à la convention sur la diversité biologique à Nagoya

Luxemburger Wort: Herr Schank, wie stehen die Erfolgschancen der Konferenz?

Marco Schank: Es ist wichtig, sich am Ende des internationalen Jahres für Biodiversität zu treffen. Der Knackpunkt der Konferenz besteht im "access and benefit-sharing" ABS-Protokoll, der u. a. die Bio-Piraterie stoppen soll. Eine Einigung zwischen den Industrie- und Entwicklungsländern zu finden wird sicherlich nicht einfach werden. Es geht darum, auszuhandeln, wie die Gewinne aus den biologischen Rohstoffen gerecht verteilt werden sollen. Genau so wichtig ist in meinen Augen, dass eine neue Artenschutzstrategie mit budgetären Maßnahmen und konkreten Aktionen bis zum Jahr 2020 angenommen wird.

Luxemburger Wort: Warum sind Ihrer Meinung nach trotz der Biodiversitätskonvention aus dem Jahr 2002 die Bestrebungen im Artenschutz größtenteils im Sande verlaufen?

Marco Schank: Die Länder haben sehr unterschiedliche Anstrengungen unternommen, um den Zielen gerecht zu werden. Im Großherzogtum beispielsweise sind mittlerweile 17 bis 18 Prozent der Landesfläche Teil des Natura-2000-Netzwerks. Natürlich steht in vielen anderen Ländern noch Raubbau an der Tagesordnung. Für Luxemburg ist es wichtig, dass sektorielle Leitpläne ausgearbeitet werden, um landesplanerisch die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Luxemburger Wort: Was hat Luxemburg in der Vergangenheit unternommen, um zum Erhalt der Artenvielfalt beizutragen? Sind weitere Maßnahmen geplant?

Marco Schank: Im Jahr 2006 wurde der nationale Naturschutzplan angenommen, dessen Prioritäten bis 2011 umgesetzt werden sollen. Beispielsweise möchte ich bei bestimmten Spezies und Lebensräumen verstärkt Aktionspläne durchführen. Hier geht es u. a. um die Wiederbevölkerung des Nordens mit Flussperlmuscheln oder Feldhühnern.

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